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Glossar

Opt-out

Opt-out ist die Einstellung, mit der du einem KI-Anbieter sagst, dass er deine Gespräche nicht zum Training seiner Modelle verwenden darf. Die meisten großen Chatbots bieten ihn an, aber er ist meist standardmäßig deaktiviert.

„Opt-out“ bedeutet schlicht: Nein danke zu etwas sagen, das automatisch passiert. Im KI-Bereich meint das fast immer dasselbe: dem Anbieter mitteilen, dass er deine Chats nicht als Trainingsdaten verwenden darf.

Der Haken: Bei den meisten Consumer-Tarifen ist das Training auf deinen Gesprächen standardmäßig aktiviert, und du musst es selbst abschalten. Den Schalter gibt es, er funktioniert, und es dauert etwa eine Minute. Aber niemand legt ihn dir von alleine vor.

Stell dir eine Steuerberaterin vor, die täglich einen Chatbot nutzt, um Mandanten zu beraten. Sie tippt Namen, Adressen, Einkommenszahlen. Ohne Opt-out fließen diese Daten ins Training; mit Opt-out nicht. Selbes Tool, selber Preis, aber ein sehr unterschiedliches Datenschutzniveau. Nach DSGVO (Art. 6) brauchst du für jede Verarbeitung personenbezogener Daten eine Rechtsgrundlage. Das ist ein Argument, den Opt-out im beruflichen Kontext grundsätzlich zu aktivieren.

Den Opt-out zu aktivieren löscht in der Regel nicht, was du bereits gesendet hast. Anbieter können Chats noch eine Weile für Sicherheitsprüfungen speichern. Wenn du alle relevanten Einstellungen in wenigen Minuten erledigen willst, führt dich unser Einrichtungsassistent Schritt für Schritt durch jeden Schalter.

Wo du ihn findest

  • ChatGPT → Einstellungen → Datenverwaltung → „Modell für alle verbessern“ (deaktivieren)
  • Claude → Einstellungen → Datenschutz → Trainingseinstellungen
  • Gemini → Gemini-App-Aktivitäten in deinem Google-Konto

Was das DSGVO-Recht dazu sagt

Der BfDI (Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit) und die Landesdatenschutzbehörden (z. B. LDA Bayern, LDI NRW) betonen: Wer personenbezogene Daten Dritter in KI-Systeme eingibt, trägt als Verantwortlicher die Pflicht, sicherzustellen, dass eine Rechtsgrundlage besteht. Der Opt-out allein ersetzt keine vollständige Datenschutzprüfung, aber er ist ein einfacher erster Schritt, den jeder sofort machen kann.

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