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Glossar

Datenspeicherung

Datenspeicherung bezeichnet, wie lange ein KI-Anbieter deine Gespräche auf seinen Servern aufbewahrt, auch nachdem du sie gelöscht hast. Das Löschen eines Chats blendet ihn sofort aus, aber eine Kopie bleibt meist noch eine Weile erhalten.

Wenn du einen Chat löschst, verschwindet er von deinem Bildschirm, aber nicht sofort von den Servern des Anbieters. Die Datenspeicherung ist die Regel, die festlegt, wie lange eine Kopie erhalten bleibt. Viele Anbieter geben an, gelöschte Gespräche innerhalb von etwa 30 Tagen vollständig aus ihren Systemen zu entfernen, mit möglichen Ausnahmen für Sicherheitsprüfungen oder gesetzliche Aufbewahrungspflichten. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Tarif; die Datenschutzerklärung ist die richtige Anlaufstelle zum Nachprüfen.

Warum das für dich wichtig ist: Eine Restaurantbetreiberin, die den Vertrag eines Kunden in einen Chatbot eingefügt und den Chat danach gelöscht hat, hat den Text nicht auf der Stelle vernichtet. Für einige Wochen kann er noch irgendwo existieren: Er könnte unter eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht fallen oder bei einer Datenpanne auftauchen.

Das Fazit, ganz nüchtern: Löschen funktioniert, nur nicht sofort. Der beste Schutz ist daher, von Anfang an etwas wählerisch zu sein, was man überhaupt einfügt. Unser Datenschutz-Check zeigt dir, wie jeder Chatbot mit dem umgeht, was du eingibst.

In Deutschland: DSGVO und BfDI

In der EU gilt die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Sie schreibt vor, dass personenbezogene Daten nicht länger gespeichert werden dürfen, als es der ursprüngliche Zweck erfordert: das Prinzip der Speicherbegrenzung (Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO). Für KI-Dienste bedeutet das: Anbieter müssen in ihrer Datenschutzerklärung transparent machen, wie lange Gesprächsdaten aufbewahrt werden.

Zuständige Aufsichtsbehörden in Deutschland sind der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) sowie die Datenschutzbehörden der einzelnen Bundesländer (z. B. der LfDI Baden-Württemberg oder das BayLDA in Bayern). Zusätzlich gibt die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) praxisnahe Orientierungshilfen für Unternehmen. Auch der EU AI Act setzt hier Maßstäbe: Hochrisiko-KI-Systeme unterliegen strengeren Protokollierungs- und Aufbewahrungsanforderungen.

Wo du das einstellst

  • ChatGPT → Einstellungen → Datenschutz & Kontrolle → Chats löschen; Details in der OpenAI-Datenschutzerklärung
  • Claude → Einstellungen → Datenschutz; Aufbewahrungsfristen in der Datenschutzerklärung von Anthropic
  • Gemini → Gemini-Apps-Aktivitäten, wo du automatische Löschzeiträume festlegen kannst

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