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Glossar

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) schützt ein Konto mit einem zweiten Nachweis neben dem Passwort: einem Code aus einer App, per SMS oder per Sicherheitsschlüssel. Bei KI-Konten ist das wichtiger als du denkst, denn dein Chatverlauf ist ein Archiv von allem, was du je gefragt hast.

Ein Passwort ist ein Faktor: etwas, das du weißt. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung fügt einen zweiten hinzu: etwas, das du hast (dein Smartphone, ein Sicherheitsschlüssel) oder etwas, das du bist (ein Fingerabdruck). Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr aus. Und gestohlene Passwörter sind keine Seltenheit, sie werden nach jeder Datenpanne gebündelt gehandelt.

Warum das Thema auf einer KI-Seite? Weil die meisten Menschen E-Mail und Bankkonto absichern, aber den Chatbot vergessen. Überleg mal, was hinter diesem einen Passwort steckt: ein Jahr Chatverlauf, also Entwürfe, Kundendaten, Gesundheitsfragen, vielleicht ein KI-Gedächtnis-Profil von dir. Für einen Handwerker, der Angebote per Chatbot schreibt, ist dieses Konto seine Kundendatei. Wer sich einloggt, liest alles mit.

Die Einrichtung dauert pro Konto etwa zwei Minuten. Eine Authenticator-App (Google Authenticator, Microsoft Authenticator oder dein Passwortmanager) ist der empfohlene Weg; SMS-Codes sind schwächer, aber immer noch deutlich besser als nichts. ChatGPT bietet 2FA in den eigenen Einstellungen an, Gemini über dein Google-Konto. Claude hat keinen eigenen 2FA-Schalter: Du meldest dich dort mit deinem Google-Konto oder mit einem Code per E-Mail an, also schützt du Claude, indem du dieses Google- oder E-Mail-Konto absicherst. Und wenn du dich mit einem Google- oder Microsoft-Konto anmeldest, schützt du mit der Absicherung dieses Kontos auch gleich den Chatbot. Der Einrichtungsassistent enthält diesen Schritt in deiner Datenschutz-Checkliste.

Das ist auch die offizielle Linie in Deutschland. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, die Zwei-Faktor-Authentisierung überall dort einzuschalten, wo ein Dienst sie anbietet, und rät ausdrücklich davon ab, sie später wieder abzuschalten. Als stärkster Faktor gilt dort ein hardwarebasiertes Verfahren, etwa ein FIDO2-Sicherheitsschlüssel; der Code per SMS ist der schwächste, aber immer noch besser als gar keiner.

Wo dir das begegnet

  • ChatGPT → Einstellungen → Sicherheit und Anmeldung → Multi-Faktor-Authentifizierung
  • Claude → kein eigener Schalter; sichere das Google- oder E-Mail-Konto ab, mit dem du dich anmeldest
  • Gemini → Bestätigung in zwei Schritten in deinem Google-Konto (myaccount.google.com)

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