Glossar
Kontextfenster
Das Kontextfenster ist, wie viel Text eine KI auf einmal im Kopf behalten kann: deine Nachrichten, ihre Antworten und eingefügte Dokumente, gemessen in Token. Wird die Unterhaltung zu lang, vergisst die KI den ältesten Teil.
Das Kontextfenster ist der Schreibtisch der KI. Alles in der laufenden Unterhaltung (deine Fragen, ihre Antworten, das PDF, das du hineinkopiert hast) muss auf diesem Schreibtisch Platz finden, gemessen in Token. Wenn der Schreibtisch voll ist, rutschen die ältesten Blätter lautlos über die Kante.
Deshalb kann ein langer Chat seltsam werden: Montag hast du der KI erklärt, dass deine Pension sechs Zimmer hat, und bei Nachricht achtzig erfindet sie plötzlich einen Pool. Kein böser Wille: Das Detail ist schlicht vom Schreibtisch gefallen.
Drei Gewohnheiten helfen. Fang pro Thema einen neuen Chat an. Wenn eine Unterhaltung lang wird, füge die wichtigsten Fakten erneut ein. Und bei großen Dokumenten lohnt es sich vorher, die Fenstergröße des Modells zu prüfen. Moderne Modelle fassen Hunderte von Seiten, aber nicht unendlich viele.
Wo du das Kontextfenster spürst
Auf Modell-Vergleichsseiten wird damit geworben (“200.000 Token Kontext”, “1 Million Token”), und du bemerkst es als Hinweis “Unterhaltung zu lang” oder als Antworten, die deine früheren Anweisungen ignorieren. Die Fenstergröße unterscheidet sich deutlich zwischen Modellen und Tarifen. Das ist eines der Kriterien, das unser KI-Auswahlhelfer berücksichtigt, wenn er dir einen passenden Assistenten empfiehlt.